Inklusion – Wenn Ideale zerschellen

Alle profitieren – die Behinderten werden von den Nichtbehinderten im Unterrichtsstoff mitgezogen und die Nichtbehinderten lernen im Gegenzug Sozialkompetenz. Gut gedacht aber in der Praxis sieht das ganz anders aus.

Ein ganz Lieber

Im aktuellen Spiegel (19/2017) kann man die Geschichte von Anton nachlesen. Anton leidet an atypischem Autismus und hat große Probleme mit Kreisen. Bei der Einschulung haben Antons Eltern der Schulleitung gesagt das er ganz lieb und lernwillig sei und vielleicht haben sie das sogar selbst geglaubt obwohl Anton in der Vergangenheit bei Tobsuchtsanfällen schon erheblichen Sachschaden angerichtet hat.

Es kam wie es kommen musste, zwei mal hat Anton seine Mitschüler verletzt. Einem hat er die Nase blutig geschlagen, einen Zweiten hat er mit voller Kraft in die Schulter gebissen – beide hatten mit einem runden Fußball gespielt. Die Klassenlehrerin und 3 weitere Helfer konnten im zweiten Fall die Klasse in Sicherheit bringen während Anton noch eine Stunde weiter randaliert hat. Danach war sein Gastspiel am Gymnasium beendet.

Zieldifferenzierter Unterricht

In Inklusionsklassen sehen die Lehrer vor einem großen Problem. Die guten Schüler müssen Rücksicht auf die Schlechten nehmen und bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die schlechten Schüler haben Probleme dem Unterricht zu folgen und sind frustriert. Sonderpädagogen können da helfen aber da die Problemschüler ja (politisch gewollt) auf viele verschiedene Klassen aufgeteilt werden sind diese Spezialisten nicht in ausreichender Anzahl vorhanden. Die Kostenfrage kommt noch erschwerend hinzu.

UN Behindertenrechtskonvention

Artikel 24:

Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives [inklusives] Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen mit dem Ziel,

a) die menschlichen Möglichkeiten sowie das Bewusstsein der Würde und das Selbstwertgefühl des Menschen voll zur Entfaltung zu bringen und die Achtung vor den Menschenrechten, den Grundfreiheiten und der menschlichen Vielfalt zu stärken;
b) Menschen mit Behinderungen ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und Ihre Kreativität sowie ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen zu lassen;
c) Menschen mit Behinderungen zur wirklichen Teilhabe an einer freien Gesellschaft zu befähigen.

Das Zauberwort in dem Artikel lautet Chancengleichheit. Wer als Behinderter in der Lage ist die Leistung zu bringen, die für den Besuch der jeweiligen Schule gefordert ist, hat jedes Recht der Welt diese Schule zu besuchen. Wer das nicht schafft hat aber auch kein Sonderrecht eine Schule zu besuchen für die Nichtbehinderte bei gleicher Leistung ebenfalls nicht zugelassen würden. Wenn Behinderte also zu Recht darauf bestehen nicht benachteiligt zu werden haben Nichtbehinderte das gleiche Recht zu fordern das Behinderte nicht bevorzugt werden.

Nur Verlierer

Was bringt also die Inklusion von Behinderten in Klassenverbünde die nicht ihrem Leistungsniveau entsprechen für die Beteiligten?

  • Die Behinderten sind überfordert
  • Die Nichtbehinderten werden in Ihrem Lernfortschritt ausgebremst
  • Die Lehrer haben keine Chance alle Schüler optimal zu unterrichten
  • Die Eltern der Behinderten geben sich weiter der Illusion hin das ihre Kinder eine ganz normale Zukunft haben werden
  • Die Sonderpädagogen können sich alle Behinderten kümmern wenn sie in einer gemeinsamen Förderklasse unterrichtet werden, über dutzende Klassen verteilt ist das illusorisch
  • Die Schulabschlüsse werden wertlos wenn die Behinderten sie trotz nicht erbrachter Leistung trotzdem bekommen

Zielgerichtete Förderung

Das Angebot an Arbeitsplätzen für Behinderte am ersten Arbeitsmarkt ist sehr überschaubar. Die meisten Unternehmen zahlen lieber Strafen als ihre Behindertenquote zu erfüllen. Wenn es Arbeitsplätze gibt dann erfordern die überwiegend keinen höheren Schulabschluss. Da muss die Frage gestattet sein ob die Fördermittel sinnvoll eingesetzt sind. Ist es vernünftig Geld auszugeben um aus sehr schlechten Schülern schlechte Schüler zu machen oder wäre es nicht besser sehr gute Schüler zu fördern um aus ihnen exzellente Schüler zu machen?

Geistig Behinderte werden in der Regel ihr Leben lang auf staatliche Unterstützung angewiesen sein. Die Steuern aus denen der Staat diese Unterstützung leistet bezahlen die nichtbehinderten. Es sollte also im ureigensten Interesse der Behinderten sein das sie nicht zu Behinderern werden.

 

Grüße vom Webfuchs

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × eins =