Die Zukunft der Menschheit – Die Arbeit

Wenn durch Rationalisierung und Automatisierung immer weniger Arbeiter immer mehr Produkte herstellen funktioniert die Verteilung des Wohlstands über Arbeit/Lohn nicht mehr. In diesem Artikel soll die Entwicklung der Arbeit bis heute beschrieben und ein Ausblick auf die Zukunft der Arbeit und die Auswirkungen auf die Gesellschaft erfolgen.

Seit der Altsteinzeit haben die Menschen die Sicherung ihrer Bedürfnisse in Gruppen organisiert. Zunächst waren sie in kleinen Gruppen als Jäger und Sammler unterwegs aber im Laufe der Zeit haben sie gelernt die Sicherstellung ihrer Grundbedürfnisse immer weiter zu optimieren. Dadurch konnten immer weniger Produzenten die Waren für die unmittelbare Lebensführung immer größerer Gesellschaften bedienen und es wurden immer mehr Kapazitäten für die Produktion von Wohlstands-/Luxusgütern frei.

Jäger und Sammler

Erste Gesellschaften entwickelten sich als sich Menschen zusammenschlossen um gemeinsam größere Beute erlegen zu können. Horden mit 30 – 100 Mitgliedern bestanden zumeist aus mehreren Großfamilien die sich die Arbeit (vor allem Jagd, Kinder/Altenbetreuung und Verteidung gegen wilde Tiere und gegnerische Horden) teilten. Waren diese Horden am Anfang fast ausschließlich Nomaden so wurden im laufe der Zeit immer mehr von ihnen seßhaft und das nächste Kapitel begann.

Die Agrargesellschaft

Vor etwa 12.000 Jahren lernten immer mehr Menschen die Vorzüge der Domestizierung von Nutzpflanzen und Nutztieren zu schätzen. Da man nicht mehr gezwungen war der Beute hinterherzuziehen konnten die Menschen feste Behausungen bauen und immer umfangreichere Vorräte anlegen die es ihren ermöglichte Notsituationen zu überstehen. Die Einführung der 3-Felder Wirtschaft, die Winterstallfütterung und die gezielte Zucht der Nutzpflanzen und -tieren ermöglichten immer höhere Erträge. Vor allem als das Pferd immer mehr menschliche Arbeit ersetzte wurden immer weniger Beschäftigte in der Landwirtschafte gebraucht und immer mehr Menschen strömten in die Städte, auf der Suche nach Arbeit.

Die Industrielle Revolution

Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts begann der Siegeszug der Maschinen. Spinnmaschinen und mechanische Webstühle revolutionierten die Textilindustrie, andere Wirtschaftsbereiche folgten schnell. Die Verwendung von Kohle und Eisen ermöglichte einen bis dahin nicht gekannten Produktivitätsschub. Jetzt lieferten nicht mehr auschließlich die Arbeiter die Energie mit der die Waren hergestellt wurden sondern Dampfmaschinen und für den Transport waren nicht mehr Pferde zuständig sondern die Eisenbahn. Wieder wurde immer weniger menschliche Arbeitskraft benötigt, aber was sollten die Menschen jetzt machen um Geld zu verdienen?

Die Dienstleistungsgesellschaft

In den 1970er Jahren hatten die Menschen in den Industriegesellschaften einen Lebensstandard erreicht der es ihnen ermöglichte sich das Leben immer angenehmer zu machen. Sie hatten Geld übrig um ins Kino oder zu Konzerten zu gehen, sie besuchten vermehrt Cafés und Restaurants und speziell die Deutschen unternahmen Reisen in die ganze Welt. Die Unternehmen begannen die Bereiche die nicht zu den Kernkompetenzen der Firma gehörten an externe Dienstleister auszulagern und so konnte die Dienstleistungsbranche die in der industriellen Güterproduktion nicht mehr benötigten Arbeitskräfte auffangen.

Die Informationsgesellschaft

Die Erfindung der EDV hatte sichen einen ebenso großen Einfluß auf die Art wie wir arbeiten wie das Rad oder die Dampfmaschiene. Die nach Börsenkapitalisierung wertvollsten Unternehmen der Welt kommen nicht mehr aus der Industrie sondern aus der Kommunikationsbranche. Microsoft, Facebook oder Twitter generieren schon lange mehr Umsatz als die Mitglieder der „Old Economy“ wie z.B. Boeing oder Siemens. Das bekommen immer mehr Dienstleister zu spüren. Amazon und Zalando ziehen immer mehr Kunden aus den Buchläden und den Textileinzelhändlern, Uber macht den Taxiunternehmen konkurrenz und die Gaststätten und Hotelbranche sieht sich mit AirBnB oder Lieferando konfrontiert. Wenn die Informationstechnik aber immer mehr Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor und der Industrie (Stichwort Robotik, Industrie 4.0) überflüssig macht, was bedeutet das für die Arbeiter?

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Antwort 1: Wie es sein könnte

Der Staat organisiert die Verteilung der verbleibenden Arbeit auf immer mehr Schultern. Die Regelarbeitszeit wird schrittweise auf 30 bis 20 Wochenstunden (oder ggf. noch weiter) reduziert. Wichtig dabei ist das die Reduzierung der Arbeitszeit immer bei vollem Lohnausgleich erfolgt denn ansonsten fehlt der Wirtschaft die Nachfrage nach den Gütern/Dienstleistungen und rutscht in eine Rezession. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine Geburtenrate die deutlich unterhalb von 2 Kindern pro Frau liegt, denn nur so ist gewährleistet das das Angebot an Arbeitskräften parallel zur sinkenden Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt. Länder mit einer Reproduktionsrate über 2 werden hier massive Probleme bekommen.

Antwort 2: Wie es wahrscheinlich sein wird

Der Staat überlässt die Verteilung von Arbeit/Wohlstand weiterhin dem „Markt“. Es wird in der Folge immer weniger Menschen geben die Arbeit haben, dabei aber bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit schuften. Sind die Menschen dann ausgebrannt werden sie durch andere Menschen aus dem immer größeren Pool an überflüssigen Arbeitswilligen ersetzt. Die Bürger werden dann so viel Geld vom Staat bekommen das sie überleben und wer einen größeren Teil vom Wohlstand abbekommen will muss darauf hoffen das er vielleicht irgendwann von irgendeinem Konzern gebraucht werden. Ansonsten wird ihr Leben nach der Schulausbildung bis zum Tod überwiegend aus Fernsehen und Videospielen bestehen.

 

Grüße vom Webfuchs

Quellen: Wikipedia

 

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