Die Rente ist sicher Teil 1

Dieser Satz hat Norbert Blüm viel Spott und Häme eingebracht. Heute weiss jedes Kind das die gesetzliche Rente in vielen Fällen kein gutes Leben im Alter ermöglichen wird. Aber wie konnte es so weit kommen und wer ist daran schuld?

Auf die letzte Frage haben die Lobbyisten der Versicherungswirtschaft sofort eine einfache Antwort parat: Die Rentner sind selbst schuld. Hätten sie mehr Kinder bekommen dann gäbe es mehr Beitragszahler und höhere Renten. Dabei wird häufig unterschlagen das das Gesamtvolumen an Rentenbeiträgen nicht nur von der Menge der Beitragszahler abhängt sondern auch davon wieviel jeder davon an Beiträgen bezahlt. Es wird gesagt das die Beitragssätze steigen müssten um die schrumpfende Anzahl an Beitragszahlern auszugleichen aber eine andere Möglichkeit wird nie genannt obwohl sie sehr viel plausibler wäre: Die Löhne müssten steigen.

Steigende Löhne sorgen bei gleichbleibendem Beitragssatz ebenfalls für mehr Einnahmen bei den Rentenversicherungsträgern. Sehr beliebt war der Vergleich von den 4 Arbeitern die in den 60er Jahren den Karren zogen auf dem 2 Rentner saßen. Zur Jahrtausendwernde waren es schon 3 Rentner und 3 Arbeiter und bald werden 2 Arbeiter den Karren ziehen auf dem 4 Rentner sitzen. Nach Auffassung der Rentenexperten ist das ein Riesenproblem, aber ist es das wirklich?

Wir können aufgrund von Rationalisierungen und Automatisierungen heute sehr viel mehr Produkte mit sehr viel weniger menschlicher Arbeit herstellen als früher und dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Wenn wir also in Zukunft weniger Arbeiter haben ist es kein Nachteil sondern ein Vorteil denn dann steigt die Arbeitslosigkeit nicht oder sie sinkt sogar. Damit ist die Forderung nach mehr Kindern völlig sinnlos.

Stellen wir uns einmal vor die Deutschen hätten vor 20 Jahren spontan 5 Millionen Kinder zusätzlich in die Welt gesetzt. Nach Berechnungen von Familie.de kosten Kinder die Eltern bis zum 18. Lebensjahr 130.000 Euro und dabei sind die Kosten für den Staat (Kindergeld, Schulte etc.) noch nicht mal mit eingerechnet. Ob der Sprössling jetzt auch ein fleissiger Rentenbeitragszahler wird hängt davon ab ob er danach eine Ausbildungsstelle und einen (vernünftig bezahlten) Job bekommt.

Da immer mehr Arbeit von Maschinen erledigt wird werden die Unternehmen, soweit es geht, einfach eine weitere Maschine aufstellen um ihre Produktion auszuweiten. Es ist wohl nicht abwegig anzunehmen das der größte Teil der 5 Millionen zusätzlichen Kinder vor allem die Sozialkassen (Hartz 4) belasten statt die Rentenkassen entlasten würden. Um das Beispiel mit dem Karren noch einmel aufzugreifen könnte man sagen das sogar ein Arbeiter ausreicht um den Karren zu ziehen auf dem 5 Rentner sitzen und er braucht sich dabei nicht mal anzustrengen denn er zieht nicht mehr selbst sondern er sitzt auf einem Traktor.

Wenn die fehlenden Kinder das Problem wären gäbe es auch eine andere Lösung: Wir bräuchten nur 5 Millionen Flüchtlinge ins Land lassen und die Rentenprobleme sind gelöst.. Die Arbeitskräfte stünden sofort zur Verfügung, sie sind teilweise sogar schon fertig ausgebildet. Manche müssten erst noch qualifiziert werden aber das müsste der deutsche Nachwuchs auch. Da fragt man sich warum sich die Regierung sich so schwer tut die Asylbewerber anzuerkennen.

Aber so einfach ist es  bei offiziell 3 Millionen (inoffiziell 5-6 Millionen) Arbeitslosen anscheinend doch nicht.

 

Grüße vom Webfuchs

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2 Gedanken zu „Die Rente ist sicher Teil 1“

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