Die Bibel – Gott stellt sich vor

Es gibt wenig Begriffe die so oft benutzt werden und dabei so abstrakt bleiben wie dieses Wesen namens Gott. Gott ist irgendwie allmächtig und allwissend aber wie dieser Typ so tickt wird nie so richtig thematisiert. Vermutlich aus gutem Grund denn es gibt gleich am Anfang des alten Testaments ein paar Hinweise auf die Charakterzüge Gottes.

Schauen wir uns das erste Buch Mose (Genesis) also etwas genauer an. Da heißt es:

Kapitel 2

15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.

Kapitel 3

1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? 2 Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; 3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! 4 Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, 5 sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. 6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.7 Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. 8 Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten. 9 Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? 10 Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. 11 Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? 12 Da sprach Adam: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. 13 Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß.14 Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang.

22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! 23 Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. 24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

Das ist doch mal ein Wort: Gott hat uns nicht nur nach seinem Ebenbild geschaffen sondern er selbst sagt in Kapitel 2 Vers 22 das wir durch den Biss in die Frucht vom Baum der Erkenntnis geworden sind wie er selbst. Bis dahin waren Adam und Eva nur wie Tiere in einem Terrarium namens Paradies. Gott hatte offenbar ein großes Interesse daran das das auch so bleibt, denn das die beiden sterben würden wenn sie von der Frucht essen war offensichtlich glatt gelogen. Das wir einen Verstand besitzen verdanken wir im Grunde genommen also nicht Gott sondern der Schlange. Dafür mußte die Schlange büßen, ähnlich wie bei den Griechen der Titan Prometheus der gegen den Willen der Götter den Menschen das Feuer brachte und dafür bestraft wurde.

Jetzt konnten die Menschen also erkennen was gut und was bösen ist. Sie konnten Gott in seiner gesamten Herrlichkeit erfassen aber sie fielen nicht vor ihm auf die Knie und beteten ihn an sondern sie bekamen Panik, versteckten sich und tarnten sich mit Blättern (da sie sich schämten ist kaum glaubhaft denn Nacktheit ist auch heute noch nicht verwerflich und früher, vor den kirchlichen Moralvorstellungen, war das noch viel weniger der Fall).

Gott aber war stinksauer das er durchschaut war und schmiss die Beiden aus dem Paradies. Da die Menschen nicht mehr vom Baum des Lebens essen konnten würden sie irgendwann sterben und das Problem wäre auf natürlichem Weg gelöst. Aber scheinbar hat er sich dabei verrechnet, die Menschen sind noch heute in der Lage zwischen gut und böse zu unterscheiden und deshalb zeigt er sich sogar einem glühenden Fanatiker wie Moses nicht in seiner wahren Gestalt sondern als brennender Dornbusch.

Das Gott über eine komische Form von Humor verfügt wird klar wenn man sich anschaut wo genau das Paradies einmal lag:

10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham. 13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.

Euprat und Tigris liegen auf dem Gebiet des heutigen Irak. Auf kaum einem anderen Gebiet der Welt haben so viele Kriege und Massacker stattgefunden und noch heute fließen dort bei Kämpfen zwischen Irakern, Syrern, Kurden und dem IS Ströme von Blut.

Weitere Eigenschaften Gottes werden weiter hinten in der Bibel beschrieben

  1. Buch Mose Kapitel 6 Vers 7: und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe

  2. Das Buch Josua Kapitel 5 Vers 20 Da erhob das Volk ein Kriegsgeschrei und man blies die Posaunen. Und als das Volk den Hall der Posaunen hörte, erhob es ein großes Kriegsgeschrei. Da fiel die Mauer um und das Volk stieg zur Stadt hinauf, ein jeder stracks vor sich hin. So eroberten sie die Stadt 21 und vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, mit der Schärfe des Schwerts, an Mann und Weib, Jung und Alt, Rindern, Schafen und Eseln.

Es mussten auf Befehl Gottes also nicht nur alle Menschen in Jericho sterben, egal ob Männer, Frauen oder Kinder, sondern auch alle Tiere die sich dort befanden mussten auf den Befehl von Gotte ihr Leben lassen. Und das war kein Einzelfall, praktisch das gesamte Buch Josua und das folgende Buch der Richter bestehen aus fürchterlichen Gemetzeln wie sie sich ein Tolkin in seinem Buch „Der Herr der Ringe“ etwa für eine blutrünstige Orkhorde vorstellt. Da vergisst man manchmal das es sich dabei um Gottes auserwähltes Volk handelt. Sollte Gott also irgendwann auf die Erde herabsteigen so wäre ihm ein Platz vor dem Haager Kriegsverbrechertribunal sicher.

Was sagt uns das über Gott:

  • Gott lügt
  • Gott ist eifersüchtig, er kann es nicht ertragen wenn jemand anderes die gleichen Fähigkeiten hat wie er
  • Gott ist rachsüchtig, er bestraft sofort diejenigen die nicht spuren (wobei er nach Auffassung der Kirche selbst Massenmördern vergibt wenn sie Buße tun, ein Biss in ein verbotenes Obst ist offenbar schlimmer)
  • Gott ist nicht allwissend sonst hätte er von Anfang an gewusst das die beiden von der Frucht essen
  • Gott erzeugt bei denjenigen die ihn sehen Furcht und Schrecken, ein lieber Gott ist das offenbar nicht
  • Gott hat einen komischen Humor
  • Gott ist jähzornig.Wenn er richtig durchdreht ersäuft er auch mal (fast) alles was lebt
  • Gott ist ein blutrünstiger Voyeur, erschaut gerne zu wenn in seinem Namen unbeschreibliche Gräueltaten verübt werden und ordnet diese explizit an.

 

Fazit: Wenn Gott zu Dir spricht versuch schnell wegzulaufen. Schaffst Du das nicht dann geh hinterher in den Zoo und frag eine Schlange ob Gott die Wahrheit gesagt hat.

 

Grüße vom Webfuchs.

 

Ein Gedanke zu „Die Bibel – Gott stellt sich vor“

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